
Ich wünsche allen ein gesundes, glückliches Neues Jahr. Hoffe ihr habt alle schön gefeiert und seid gut reingerutscht.
Habe mich übrigens sehr über alle gefreut, die sich von mir noch mal telefonisch oder per SMS verabschiedet haben. Fand ich ganz toll.
So, dann leg ich mal los! Herr K. hat mich am 31.12.2010 nach Berlin gefahren. Da wir schon 15:15 Uhr da waren, haben wir noch einen Cafe getrunken. Um 16:15 Uhr hat er mich dann vor dem Terminal abgesetzt. Der Abschied war kurz und sehr herzlich. Der Flug ging planmässig und schon 20:20 Uhr war ich auf dem riesigen Flughafen CDG Paris. Ich brauchte eine Stunde, um zu meinem Abflugterminal zu gelangen und ihr wisst, ich laufe schnell. Ich habe mich übrigens auch nicht verlaufen. Aber der Weg war echt weit, dafür war die Wartezeit kurz und verging wie im Flug (toller Witz). Leider verzögerte sich das Boarding und demzufolge auch der Flug um 30 Minuten. Wir hoben also um 23:50 Uhr ab.
Ich war rechtzeitig in der Luft, aber die Wolken waren zu dick. Man konnte das Pariser Feuerwerk nur immer mal als helle grosse Flecken durch die Wolken scheinen sehen. Schade. Leider war in der voll besetzten Maschine keine Silvesterstimmung. Kläglich versuchte ein Pole mit einer bunten Perücke die Stimmung zu heben. Vielleicht waren alle müde? Die Crew gab auch keinen Champagner aus oder andere Sachen. Egal.
Vierzehn Stunden Flug können echt lang werden. Besonders wenn der Nachbar ein verknöcherter oller Chinese mit komischen Sitten ist. Nicht nur das er ständig lautstark gegähnt und sich überhaupt sehr breit gemacht hat, was für meine Nachtruhe hinderlich war. Nein, er schmatzte laut beim Essen und rülpste ständig. Es war ekelhaft. Und als Abschiedsgeschenk nach der Landung und während des Rausgehens, befreite er mit einem lauten Nieser seine Nase und hinterließ eine nette Verzierung auf einem Sitzpolster. Das fällt unter die Rubrik: andere Länder, andere Sitten!
Nach dem Verlassen des Flugzeuges und noch bevor man sein Gepäck abholen kann, muss man sich registrieren lassen. Das hat ca. 45 min gedauert, da die Menschenschlange ewig lang war. Danach darf man zum Gepäck. Hey, das war sogar mit mir zusammen angereist und wurde nicht durch CDG verschlampt. Wer aber nun denkt, man kann nach der Registrierung und seinem eingesammelten Gepäck einfach so gehen, der irrt sich. Das Gepäck muss noch mal komplett durchgescannt werden. Könnte ja sein, ich habe Getreide oder Blumensamen mitgenommen, da ich was züchten möchte oder ich ein lebendes Huhn im Rucksack habe. Aber da war nur ein Glas crunchy Erdnussbutter. Damit durfte ich durch.

Mit dem Flughafenbus bin ich für nicht mal zwei Euro in die Stadt gefahren. Ich muss sagen die Chilenen sind sehr hilfsbereit und sympathisch. Ich wusste ja nicht wo ich aussteigen musste oder in welche Richtung meine Metro zur Unterkunft fährt. Ging mit netter Hilfe alles gut. Santiago gefällt mir recht gut, besser als Barcelona.

Dann der Schock. Nachdem ich 30 Minuten in der ungewohnten Hitze von 26 Grad und mit 19,5 kg Gepäck am Körper das Hostel gesucht und schließlich auch gefunden habe, bekam ich zur Antwort, dass für mich hier kein Zimmer gebucht ist. Woher sollte ich wissen, das es zwei Moai Viajero Hostels gibt und man mir alles auf die falsche Anschrift bestätigt hat.
Aber die Chilenen sind eben nett. Er rief sofort das andere Hostel an, rief mir noch ein Taxi, welches er auch gleich noch bezahlte. Dann stand ich vor Hostel Nummer zwei. Sah irgendwie unbewohnt aus. War es aber nicht. Das Einchecken ging recht schnell. Mein Zimmer ist leider nicht der Traum vom Fliegen. Hier würde manch eine(r) nicht eine Nacht verbringen wollen. Dazu Gemeinschaftsbäder die ihrem Namen auch gerecht werden.

Nach einer kurzen Verschnaufpause erkundete ich erst mal Downtown. Es gibt sehr schöne und gepflegte Häuser aber auch aus Müll selbst gebaute Hütten und Menschen die Müll durchwühlen. In der Hitze der Straßen lagen sehr viele streunende räudige Hunde herum. Irgendwie taten die mir leid. Am liebsten hätte ich ihnen von meinem Wasser etwas abgegeben. Ich bin froh, dass ich eine Tollwutimpfung habe.
Geschlafen habe ich zwar nicht lange aber ganz gut. Beim Duschen war ich die erste. Wahrscheinlich geht 06:15 Uhr noch niemand duschen. Das Frühstück ist sehr lecker gewesen. Ich habe zusammen mit einem Deutschen Rentner und einer jungen australischen Lehrerin zusammen an einem Tisch gesessen. War sehr interessant.
Jetzt werde ich erst mal versuchen auf den Aussichtspunkt der Stadt zu gelangen. Diesmal vergesse ich nicht die Sonnencreme, habe von gestern schon leichten Sonnenbrand.
Also so weit so gut.
Zloty (02.01.2011 @ 16:18:28
Da bin ich froh, dass du gut angekommen bist. Viel Spaß beim Erkunden.
Jana L. (03.01.2011 @ 17:07:39
Hallo Manu,
ist ja super, dass Du gleich schreibst. Da wissen wir, dass Du gut angekommen bist!
Ich wusste ja gar nicht, dass Du so ein grosses (lustiges) Schreibtalent bist. Ich musste ein paarmal schmunzeln und habe mir Dich neben dem chinesischen Volksrülpser vorgestellt.
Viel Spass in Santiago, bis zum nächsten Mal
Ganz liebe Grüsse, Jana und Enrico
Sabine (03.01.20211 @ 09:10:14)
Mensch Manu, du kommst an und es gibt ein Erdbeben!
Schön, das es dir gut geht. Genieß die Zeit...
LG - Sabine
Bianka J. (04.01.2011 @ 12:58:38)
Hallo Manu,
nachträglich wünsche ich dir ein gesundes neues Jahr.
Du bis verrückt!!!! So ganz allein in Chile...
Du bis ein richtiges Schreibtalent und könntest glatt ein Buch veröffentlichen. Es ist schön das du uns an deinen Erlebnissen teilhaben läßt. Ich wünsche dir recht viel Spaß und ganz viele tolle Eindrücke.
Komm gesund und munter wieder!!!!
LG Johni







